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Gibt es gesundes Übergewicht oder ist das alles nur ein schöner Traum?

Wer würde nicht zu gerne von ein paar Kilo mehr auf Rippen und Hüfte behaupten können, dass diese der Gesundheit dienen würden. Wenn es also zuträfe, dass man ruhig etwas mehr essen könne, weil es ja gesund sei. Stimmt es also, dass jemand im Notfall besser dran sei, wenn er oder sie etwas zuzulegen hätten?

Die Kernfrage, mit der sich Gesundheitsforscher also schon seit langem beschäftigen, kreist um die Suche nach dem Idealgewicht aus gesundheitlicher Sicht. Oder anders formuliert: Gibt es gesundes Hüftgold und unbedenkliches Bauchfett oder haben „Hungerhaken“ einen gesundheitlichen Vorteil?

Das Adipositas-Paradoxon ist ein Wunschtraum

Sehr zur Freude potentiell Betroffener scheinen auch tatsächlich ein paar Studien auf einen positiven Zusammenhang zwischen Übergewicht und Gesundheit, speziell der Herzgesundheit hinzudeuten. Allerdings beziehen sich diese positiven Zusammenhänge auf sehr spezielle Lebenssituationen. So hatten Forscher aus Großbritannien 2017 in einer großen Datenanalyse zeigen können, dass Übergewichtige nach Herzoperationen zur Erweiterung verengter Koronararterien bessere Überlebenschancen hatten als Normalgewichtige. Warum das so sei, konnten sie nicht klären und ist bis heute auch ungeklärt. Fakt ist jedenfalls, dass es nicht erstrebenswert ist, diesen Überlebensvorteil zu erzielen, setzt er doch voraus, zunächst einen Herzinfarkt erlitten zu haben. Logischer und besser ist es, den Herzinfarkt zu verhindern und das geht definitiv nicht mit Übergewicht. Hier hat Normalgewicht deutliche Vorteile, wie verschiedene Studien zeigen. Das Adipositas-Paradoxon, nach dem es ein gesundes Übergewicht gäbe, ist also Mythos und hält keiner Überprüfung durch Studien stand. Zeigten doch zuletzt Forscher ebenfalls aus Großbritannien ein weiteres mal, dass es bezogen auf Herz- Kreislauferkrankungen kein gesundes Übergewicht gibt. Ganz im Gegenteil. Nach deren Untersuchungen ist Übergewicht in jeder Form ebenso wie Untergewicht mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Co. korreliert.

Tipp: Es macht Sinn, auf sein Körpergewicht zu achten. Wer es schafft, sein Gewicht bei einem BMI zwischen 22 und 23 zu halten, hat das geringste Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.